Honig


Honig war Jahrtausende der einzige Süßstoff.

Erst im 16. Jahrhundert wurde das Zuckerrohr nach Europa importiert. 1821 entstand die erste Zuckerfabrik in Schlesien, die aus 55 Ztr. Zuckerrüben nur einen Ztr. Zucker erzeugte. Zucker ist und bleibt jedoch nur Süßstoff. Dagegen sind im Honig viele wertvolle Zucker und Minderalstoffe sowie Säuren enthalten.

 1 Kilogramm Honig enthält:
ca. 10% Mehrfachzucker
  32% Traubenzucker
  38% Fruchtzucker
    3% Blütenstaub und MIneralstoffe
  17% Wasser
     
weiteres sind enthalten:
  5   verschiedene Fermente
  9   verschiedene Vitamine
  12 verschiedene Mineralien
  11 verschiedene Säuren
  14 verschiedene Aminosäuren und
  über 50 verschiedene Duftstoffe, Hormone und Inhibine

Propolis


Bienen sammeln Harze aus Blütenknospen und vermischen es mit verschiedenen Substanzen, u.a. Wachs, Pollen und Drüsensekreten. Die klebrige Masse wird von ihnen als Bausubstanz verwendet, daher auch der Begriff "Kittharz".  Bienen verkleben damit beispielsweise Löcher oder glätten Unebenheiten.

 

Propolis dient den Bienen nicht nur als Bausubstanz, sie verwenden es auch als Abwehr gegen Bakterien und Viren. Verendet zB eine Maus im Bienenstock, wird diese mit Propolis überzogen und so mumifiziert. So stellt der "Fremdkörper" keine bakterielle Gefahr mehr für das Bienenvolk dar. 

 

Die antivirale und antibiotische Wirkung macht sich natürlich auch der Imker zunutze. So wird seit Jahrzehnten Propolis aus Bienenstöcken geerntet und zu Propolistropfen, Honig mit Propolis, Cremen etc. verarbeitet.

 


Bienenwachs


Bienenwachs - in früheren Zeiten, der pure Luxus. Es galt als vollgültiges Zahlungsmittel.

 

Bis ins Mittelalter wurde die Zeidlerei, das Ernten von Honig (halb)wilder Bienenstöcke, betrieben. Sie hatte um das 12. Jhrd. ihre Blütezeit, der Trend dafür wurde jedoch nicht durch den Honig ausgelöst. Nein, es war das Wachs. Bienenwachs war für christliche Zeremonien unentbehrlich, da daraus die wertvollen Kerzen hergestellt wurden. 

Auch weltliche Würdenträger brauchten das Bienenwachs für ihre Prachtentwicklung. Angeblich hat sogar Kaiser Karl der Große eigene Zeidler für seine Meierhöfe bestellt. Dies zeigt wie wichtig und wertvoll die Bienenhaltung in diesen Zeiten war.

 

Bienen produzieren das Wachs in ihren Wachsdrüsen. Im Alter von 12 bis 18 Tagen sind sie am besten ausgebildet, je älter die Biene wird, desto mehr bilden sich die Drüsen zurück. Bei Bedarf kann aber jede Arbeiterbiene die Drüsen wieder aktivieren. 

 

Wachs ist Bestandteil vieler Produkte. Es wird zum Beispiel im pharmakologischen als auch kosmetischen Bereichen benutzt, beispielsweise zum Beschichten von Zahnseide oder als Ohrenkerze. Wachs wurde auch zu Siegelwachs verarbeitet, teilweise wurde es mit Zinnoberrot eingefärbt. Neben Leder- und Holzpflege ist auch das Wachstuch wieder in Mode gekommen. Hierfür wird ein Baumwolltuch mit Bienenwachs und ggf. Arganöl getränkt. Dies kann zum Verpacken von Lebensmitteln, Abdecken von Schüsseln etc. verwendet werden.

 


Pollen



Gelèe Royale